Viktoriagruppe AG
 
  Tanklager Krailling, Viktoriagruppe und die unendliche Geschichte
22. Juli 2021 | von: Pavel Novotny | Foto: MSN/PN
Prag | München – Nach dem tschechischen Staatsanwalt, haben Beschuldigte Petr M., Lubomír N., Jaroslav S. Und Miroslav H. fiktiv die gelagerte Menge des tschechischen Treibstoff mit zwei gefälschten Quittungen angehoben. Von November 2012 bis Januar 2013 haben laut Staatsanwalt die beschuldigten Männer, Diesel mit drei Kesselzügen ohne es zu dokumentieren illegal ausgelagert. Ausgelagerten Diesel wurde der staatlichen tschechischen Rohstoffverwaltung SSHR nicht vergütet. Auf die Frage der Richterin, wem gehörte der Diesel in den Zügen, antwortete Petr M. „weiß ich nicht, ich habe das Geschäft nicht abgeschlossen...“. Die Kontrolleure der SSHR haben im September 2014 festgestellt, dass im Tanklager der Viktoriagruppe große Menge Treibstoff fehlt. Am 8. Dezember hat die Viktoriagruppe AG Insolvenz angemeldet. Die Treibstofftanks mit Tschechiens Treibstoffreserven wurden versiegelt und die Entscheidungsgewalt über den Tanklager übernahm der Insolvenzverwalter. Die SSHR laut ihren Kontrollen stellte fest, dass im Tanklager 6,3 Mio. Liter Diesel fehlen dürfte. Um es zu verdeutlichen 6,3 Mio. Liter Diesel wären fünf Transportzüge mit je 20 angehängten Kesselwagons. Genau diese Menge an Diesel wurde dem Tschechischen Staat von Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen in der Verkaufsnacht von insolventen Viktoriagruppe AG in München vom 11. auf 12. Juli 2016 (Bericht), als Eigentum
   
  Tschechiens anerkannt. Heute behauptet ehemaliger Geschäftsführer Petr M. vor Gericht, „bis heute weiß ich nicht, ob der Diesel tatsächlich verschwunden ist. Das sagen die Kontrolleure, sie haben den ganzen Areal nicht durchgelaufen“, sagt Petr M. vor gericht. Chef der tschechischen Rohstoffverwaltung SSHR Pavel Svagr behauptete schon von Anfang an der Insolvenz von Viktoriagruppe AG, dass nach den Unterlagen der tschechischen Rohstoffverwaltung im bayerischen Tanklager 6,3 Mio Liter Diesel (Wert 3.440.000 Euro) fehlen. Auch nach der Auslagerung des restlichen Öls zurück nach Tschechien wurde das Öl nicht gefunden, sagt Pavel Svagr. Die SSHR will das Geld für dieses Treibstoff von den Angeklagten zurück.
 
 
 
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