Tanklager Krailling: Als erstes Fernsehteam überhaupt besuchten wir das geheimnisvolle Tanklager im Kreuzlinger Forst
  Ein gigantischer Parkplatz für Audi-Fahrzeuge im Kreuzlinger Forst
01.10.2018 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Auf dem Tanklagergelände bei Krailling entstehen Parkplätze für abgestellte Audi-Fahrzeuge. Grob gerechnet stehen auf dem provisorischen Parkplatz an die 2.000 Fahrzeuge mittlerweile geparkt. Der Tanklager wurde einst von der Viktoriagruppe AG geführt, durch die Insolvenz 2014 geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen der Medien. Viktoriagruppe lagerte Teil der Treibstoffvorräten der Tschechischen Republik. Der Streit über die Herausgabe des gelagerten Diesels erreichte die höchsten Etagen der Politik sowohl in Tschechien als auch in Deutschland.
 

Polizei sucht Geisterzüge mit Fracht im Wert von 4.000 000,- Euro
Aktuell fehlen noch zusätzlich 300.000 Liter Diesel

Aktualisiert: 24.08.2018 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
München: Der ehemalige Geschäftsführer der Viktoriafgruppe AG und weitere Mitarbeiter sehen sich schweren Vorwürfen der tschechischen Polizei entgegen. Ihnen wird angelastet, Diesel im Wert von fast 4 Mio. Euro verschwinden gelassen zu haben und somit den tschechischen Staat geschädigt zu haben. Seit 2010 lagerte Tschechien Teil seiner Treibstoffreserven im ehemaligen Bundeswehr-Tanklager Krailling.
Nach Insolvenz der Viktoriagruppe AG im Jahr 2014 erkannte der Insolvenzverwalter Mirko Möllen den Anspruch Tschechiens an dem gelagerten Diesel nicht an. Ein Streit darüber, der die höchsten Etagen der Politik in Tschechiens und Deutschland ereicht hatte, wurde losgetreten.
Nach den tschechischen Kriminalbeamten wurde mit fiktiven Belegen gearbeitet. Das tschechische Gericht soll die Sache "Viktoriagruppe" in Prag, in ca. sechs Monaten verhandeln.
Rätsel der letzten Messungen wurde bis heute nicht gelüftet, es sollen zusätzlich noch 300.000 Liter Diesel fehlen.
Chef der tschechischen Rohstoffverwaltung beklagt, dass "bis heute seine Behörde SSHR keine Entscheidung des deutschen Zolls über die Messungen und den Verbleib des restlichen Diesels zugestelt bekommen hat." Der Pressesprecher der SSHR Jakub Linka: "die Differenz ist zu groß um sie als natürliches Schwund, sprich Verdünstung zu deklarieren, dafür gibt es Tabellen. Der deutsche Zoll muss die Differenz erklären..." so der Sprecher der SSHR.

 

Keine konkreten Erklärungen
14.01.2018 | Text: MSN/HM  | Foto:MSN

München: Auf unseren Anfragen äußert sich der Insolvenzverwalter der Viktoriagruppe AG zum erstenmal in einem Pressestatement zu seiner angestrebten Eigentumsklage. In dem zugesandten Pressestatement beklagt der Insolvenzverwalter Mirko Möllen die mangelnde Bereitschaft der tschechischen Regierung seine Vorschläge zu akzeptieren, beschreibt aber nicht um welche Vorschläge sich konkret handelt.
Des weiteren preißt er einen unabhängiges Bericht eines anerkannten Rechtsexperten und ehemaligen BGH-Richters erwähnt aber mit keiner Silbe was in dem Gutachten festgehalten wird und nennt den Verfaser bei seinem Namen nicht.

Der Standpunkt der tschechischen Rohstofverwaltung
SSHR:
"Tschechische Republik hat für den gelagerten Treibstoff 39 Mio. Euro bezahlt. Aufgrund der Klage des Insolvenzverwalters warten wir die Entscheidung eines unabhängigen Gerichtes ab. Weiter führt der Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr "...ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ein Teil des Geldes das durch den tschechischen Steuerzahler bezahlt wurde, wir einfach dem Insolvenzverwalter schenken werden...". "Spekulationen des Insolvenzverwalters wird SSHR nicht kommentieren..." so der Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr.

  Vorwürfe gegen Insolvenzverwalter werden laut
12.01.2018 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Laut SSHR (staatliche Verwaltung der tschechischen Materialreserven) erhielt der Insolvenzverwalter Mirko Möllen und seiner Anwälte seit dem Beginn der Insolvenz der Viktoriagruppe AG eine Honorarvergütung von 2,4 Mio. Euro.
Das veröffentlichten die führenden tschechische Medien wie hier z.B. der staatliche TV-Sender Ceska Televize-CT24.
Der Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr unterstellt dem Insolvenzverwalter in dem Medienbericht, Möllen handle mehr eigennützig, als für die Gläubiger. Švagr betont weiter: " Der Insolvenzverwalter ist der einzige, der daran [an der Insolvenz] (Anm. d. Red.) verdient. Mediaservice Novotny hat den Insolvenzverwalter schriftlich um eine Stellungnahme bzw. eine Bestätigung der Honorarhöhe gebeten. In dem früheren Schriftverkehr zwischen Mediaservice Novotny und dem Büro des Insolvenzverwalters betonte Möllen stets, die Interessen der Gläubiger als vorrangig.
Bis heute haben wir von Mirko Möllen keine Antwort erhalten.
  Kein Ende in Sicht. Der Streit um den Treibstoff geht wieder weiter
10.01.2018 | Text: MSN/HM  | Foto:MSN

München: Insolvenzverwalter der Viktoriagruppe AG Mirko Möllen hat heute die Klage gegen die Tschechische Republik wegen 39 Mio. Euro eingereicht. Möllen möchte seine Zweifel an dem rechtsmäßigen Eigentum vom zuständigen Gericht klären lassen. Tschechien wehrt sich vehement gegen den Vorstoß des Insolvenzverwalters und erklärt: "Wir werden das Öl, das uns gehört, weder bezahlen noch zurück geben".
Die Fronten sind klar jetzt entscheidet das Gericht.
 
 

Das Ultimatum des Insolvenzverwalters an die Tschechische Republik
27.12.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Die bis zum 27.12.20 17 gesetzte Frist des Insolvenzverwalters ist abgelaufen. Mirko Möllen verlangt den durch ihn zum Abtransport in die Tschechische Republik bewieligten Treibstoff im Wert von 1 Milliarde Tschechischen Kronen (etwa 37 Mio. Euro) zurück. Darüber hinaus erhöhte der Insolvenzverwalter die bereits vereinbarte Lagerungskosten
zw. Viktoriagruppe AG und der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven)
rückwirkend um 2.044.248,56 Euro (Wir berichteten). Der Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr bleibt gelassen: " Jetzt liegt es an dem Insolvenzverwalter Möllen zu beweisen, dass uns unser Öl nicht gehört. Wir werden das Öl nicht zurückgeben".

  Insolvezverwalter strebt eine gerichtliche Klärung der Eigentumsrechte an
13.12.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Auf unsere Anfrage bestätigte Insolvenzverwalter der insolventen Viktoriagruppe AG Mirko Möllen seine Absicht bei den tschechischen Gerichten nach der Eigentumsfrage des bereits ausgelagerten Treibstoffes in die Tschechische Republik zu suchen. Gestern wurde eine Aufforderung an den tschechischen Staat gestellt. Darin heißt es, dass Tschechien habe 1 Milliarde Kronen (ca. 37 Mio. Euro) plus Lagerkosten bis zum 27.12.2017 an den Insolvenzverwalter zu zahlen. Tschechien kann sich innerhalb der gesetzten Frist äußern. Nach Ablauf der Frist wird Klage eingereicht.
Das Öl wurde ab Oktober 2016 bis November 2017 ausgelagert, damit eine Verwertung des Tanklagers erfolgen kann.
  Zweite Runde für den Poker um den bereits ausgelagerten Kraillinger Skandal-Diesel
12.12.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Seit fast zwei Jahren beschäftigt sich Insolvenzverwalter Mirko Möllen unter anderem mit der Frage, wem eigentlich der bereits in die Tschechische Republik aus dem Tanklager Krailling ausgelagerte Treibstoff gehört. Im Kraillinger Tanklager wurden Teile der Öl-Reserven Tschechiens (etwa 80 Mio. Liter Diesel im Wert von etwa 40 Mio. Euro) gelagert. 80 Mio. Liter Diesel entsprechen dem zweitägigen Bedarf des Nachbarstaates. Nach der Insolvenz der Viktoriagruppe AG wurden die Bestände als Eigentum der Tschechischen Republik von Insolvenzverwalter Mirko Möllen trotz vorgelegten Rechnungen für den Einkauf des Treibstoffes angezweifelt. Chef der SSHR
(tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven), Ing. Pavel Švagr erklärt: "Wir können belegen, dass die Tschechische Rep. den Diesel gekauft hat. Seit 2010 lagert die Tschechien bei Viktoriagruppe AG ihre Rohstoffreserven. Doch seit der Insolvenz in 2014 erkennt uns der Insolvenzverwalter das Eigentum nicht an." Das Tanklager wurde im Juli 2016 an die Krailling Oils Development GmbH verkauft. Bei dem nächtlichen Verkaufsmarathon stimmte Möllen der Treibstoffsauslagerung zu. In den Kaufvertrag wurde eine Klausel integriert, die besagt wenn der Insolvenzverwalter das Eigentum an dem Diesel innerhalb der nächsten 18-Monaten nicht gerichtlich anzweifelt, er nicht mehr behaupten dürfe, der Tschechische Staat sei nicht der Eigentümer des Öls. Wie zu erwarten war, dürfte sich das mit der Zustellung der vorläufigen Klageaufforderung erledigt haben, Möllen verlangt bis zum 27.12.2017 die Zahlung von 1 Milliarde Tschechischen Kronen (etwa 37 Mio. Euro) darüber hinaus verlangt Möllen rückwirkend 2.044.248,56 Euro für die Lagerung des Öls. Zu dem Verbleib der verschwundenen 6,3 Mio. Liter Diesel äußert sich Insolvenzverwalter nicht mehr, die hat er nämlich laut SSHR im Juli 2016 der Tschechischen Republik zuerkannt.
  Im Tanklager fehlt eindeutig 6,3 Mio. Liter Diesel
23.11.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Nach der Betankung der letzten Kesselwagons mit dem "eigentumlosen" Treibstoff, fehlen eindeutig erheblichen Mengen an Diesel. Das teilte das Büro der tschechischen Rohstoffverwaltung SSHR mit. Wo die 6,3 Mio. Liter Diesel verblieben sind wird man vermutlich auf einem anderen Weg erfahren müssen.
  Letzter Kesselzug mit dem Restdiesel bricht nach Tschechien auf Videobeitrag
23.11.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Die bayerische Regierung half in dem Anliegen der Tschechen wo sie nur konnte. In der deutschen Botschaft in Prag sprachen wir mit dem bayerischen Staatssekretär Bernd Sibler, der sich in der tschechischen Hauptstadt bei einem Arbeitsbesuch befand. Bernd Sibler war als Vertretter Bayerns mit dem amtiertenden Ministerpräsidenten der Tschechischen Republik Bohuslav Sobotka in Třemošná als der erster Kesselzug nach Tschechien angekommen ist.

Pressematerial + Bild- und TV-Videomaterial 
  Werden bald Wohnungen auf dem Tanklagergelände gebaut?
20.09.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Die Zeit nach der Auslagerung lässt den umstrittenen tschechischen Großinvestor Tomáš Pitr, der in der Schweiz residiert, in den tschechischen Medien in höchsten Tönen von der etwa 2,5 Km² großen Tanklagerfläche im Kreuzlinger Forst schwärmen. In einem Interview läßt Pitr den Gedanken an eine Tanklagerflächennutzung durch Wohnungsbau im Kreuzlinger Forst durchsickern. Auf die Frage, ob er beabsichtige, das Tanklagerareal für Wohnungsbau zu nutzen, antwortete Pitr: "Ich denke, dass Teil des Areals für diese Zwecke genutzt werden könnte."
Die Mitwirkung Tomáš Pitrs an der Entstehung von Krailling Oils Development GmbH war stets unbestätigt im Raum gestanden. Seit Pitr nun an verschiedenen Verhandlungen mit der tschechischen Rohstofverwaltung die KOD vertretten hatte, besteht darin aber mittlerweile kein Zweifel, dass er immer im Hintergrund der KOD stand.
 

Einigung über die Reinigungskosten des Restdiesels im Tanklager
Diese Woche sollen
Kesselzüge wieder rollen
18.09.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Die im März festgestellten Wassermengen im Treibstoff (wir berichteten) waren größer als die Norm zulässt.
Für den weiteren Gebrauch muss der Treibstoff gereinigt werden. Unklar war, wer für die Reinigung aufkommen würde. Seit Mitte Juli fuhr daraufhin kein einziger Transportzug mit dem Kraillinger Skandaldiesel Richtung Tschechien.
Es schien als wäre ein Streit losgetretten worden.
Bei dem vereinbarten
Treffen von letztem Montag in Prag zwischen der Geschäftsleitung der Krailling Oils Development GmbH (KOD) - sie hält 75% Anteile am Tanklager- dem zweiten Geschäftsführer der KOD, Ing. Miroslav Ševčík, der auch Vorstandsmitglied der tschechischen Aktiengesellschaft TOMA a.s. aus Otrokovice in Ost-Mähren ist, TOMA besitzt 25% am Tanklager- und den Spitzenvertretern der tschechischen Rohstoffverwaltung SSHR unter anderen Ing. Pavel Švagr. Aufgrund einer Vollmacht, ausgestellt durch KOD, nahm zusätzlich auch der umstrittene Unternehmer Tomáš Pitr an den Verhandlungen Teil. Es wurde eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung gefunden.
Die Vereinbarung. Die Reinigungskosten für den mit Wasser kontaminierten Diesel bezahlt die KOD.
Aktuell zahlt die Rohstoffverwaltung SSHR solange 75% der angefallenen Lagergebühren an die KOD
, bis das Öl abtransportiert ist. Am Ende der Auslagerung ist dann die restliche Summe von ca. 4 Mio. tschechischen Kronen
(etwa 148,000.- Euro) fällig. Am Montag wurde vereinbart, dass für jeden Kesselzug, der das Tanklager Richtung Tschechien verlässt, 15% von den noch einbehaltenen Lagergebühren ausbezahlt werden.
Nach Ankunf der restlichen 6 Kesselzügen mit dem Kraillinger Skandaldiesel, werden der Krailling Oils Development GmbH die restlichen 10% der eibehaltenen Lagergebühren ausbezahlt.

 
Ehemalige Ölhandelsfirma die den Kraillinger Skandal-Diesel zurück nach Tschechien holen half, verklagt den Tschechischen Staat
06.09.2017 | Text: MSN/DM  | Foto:MSN/PN | Aktualisiert am 09.09.2017
Die Ölhandelsfirma FAU s.r.o., die bei der Geburt der Krailling Oils Development GmbH als "Pate" stand, hat den Tschechischen Staat wegen "ungesetzlichen Exekution" verklagt und verlangt die Rückgabe der durch das tschechischen Finanzamt konfiszierten Firmengelder von ca. 72,7 Mio. Tschechische Kronen (ca. 2,7 Mio. Euro).
Damit das umstrittene Vorgehen des tschechischen Finanzamtes gegen die FAU s.r.o. untersucht werden kann, musste die FAU das Finanzamt von seiner Schweigepflicht entbinden. Das tat die FAU auch. Nach neun Tagen, nach dem die Medien Druck gemacht haben, hat das Finanzamt 120 Dokumente veröffentlicht.
Die Vorgehensweise des tschechischen Finanzamtes gegen die FAU s.r.o. weist gewisse Ähnlichkeiten mit der Vorgehensweise aus dem Jahr 2014, gegen die Viktoriagruppe a.s., in Tschechien auf. Nachfolgend meldete die deutsche Viktoriagruppe AG am 8.12.2014 Insolvenz (Wir berichteten) an. Die zuständige Staatsanwaltschaft München II. untersuchte eine Strafanzeige seitens der tschechischen Behörden und kam zu einem Ergebnis, daß es auf deutschem Boden zu keiner Straftat gekommen sei (Wir berichteten)
. In Tschechien wird der Fall Viktoriagruppe untersucht.
Auf mehrere schriftlichen Anfragen bei der tschechischen Polizei sowie bei dem Minister für Justiz Robert Pelikán in Prag, hat Mediaservice Novotny nie eine Antwort bekommen.
 
Liquidierte der Tschechische Staat die Firma, die das im Krailling gelagerte Diesel rettete?
Der ehemalige Partner von KOD, die Öl-Handelsfirma
FAU s.r.o., die den Kraillinger Skandal-Diesel zurück nach Tschechien zu bringen half, befindet sich im schmutzigen Karussell der tschechischen Politik

29.08.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/MO
In den Medien beider Länder Deutschland und Tschechien wurde nach dem Verkauf des Tanklagers der insolventen Viktoriagruppe AG an die KOD über die Bindungen zur FAU s.r.o. und ihrem Geschäftsführer Vojtěch Csabi als Mehrheitsaktieninhaber oft spekuliert (Wir berichteten). Bei der Pressekonferenz am 07.10.2017 im Kraillinger Rathaus wurde der FAU Geschäftsführer Vojtěch Csabi in Abwesenheit von der I. Geschäftsführerin Dr.jur. Kateřina Radostová als zweiter Geschäftsführer der Firma Krailling Oils Development GmbH im Handelsregister genannt und vorgestellt.
Am 11.10.2016 meldete die tschechische Öl-Handelsfirma FAU s.r.o. überraschend Insolvenz an. Am 27.08.2017 veröffentlichte auf ihrem Twitter Account eine tschechische anonyme investigative Gruppe Namens "Julius Šuman", eine angeblich "abgehörte" Audioaufnahme die das Fehlverhalten der tschechischen Finanzbehörden gegenüber der
FAU s.r.o. und möglicher Weise schon unter der Führung des ehemaligen tschechischen Finanzministers (2014-2017) und dem Eigner des Konzerns Agrofert, Andrej Babiš beweisen soll. Ein tschechisches Gericht urteilte später, dass das Vorgehen der tschechischen Finanzbeamten gegenüber FAU s.r.o. gesetzwidrig war (Medienbericht).
In der Veröffentlichten Aufzeichnung des Audiomaterials der Gruppe "Julius Šuman" spricht der Ex-Finanzminister Babiš davon das der tschechische Unternehmer Tomáš Pitr die Firma FAU s.r.o. damals gekauft hat.
Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka hat aktuell eine Untersuchung der Machenschaften des tschechischen Finanzamts angeordnet (Medienbericht). Laut den tschechischen Medien hatte sich auch Babiš zu einem früheren Zeitpunkt für die Viktoriagruppe AG interessiert und wollte das Unternehmen von dem Geschäftsführer Petr Malý erwerben. Als Malý ein Angebot durch vorgeschickten Mittelsmann ablehnte, bekam er Besuch von Finanzbeamten schrieb damals die Zeitung "Živnostenské Listy" (Medienbericht). Auf telefonische Anfrage der Redaktion hin bestätigte der ehemaliger Besitzer des Tanklagers bei Krailling, der Geschäftsführer der Viktoriagruppe AG, Petr Malý, dass er eine Anfrage bekommen, aber mit Babiš nie direkt in Verbindung gestanden sei.
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung OLAF wurde ende Januar 2016 in Sachen Agrofert Gruppe aktiv und die tschechische Polizei bat im August 2017 das tschechische Parlament Babišs Imunität als Abgeordneter aufzuheben.
Die Gruppe "Julius Šuman" hat schon des Öfteren für Furore gesorgt und ihre heimlich angefertigte Audioaufzeichnungen gelten als Auslöser für den diesjährigen Rücktritt des tschechischen Finanzministers Babiš.
 

Die weiteren Pläne des Tanklagers in greifbarer Nähe
26.08.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Im Kraillinger Gewerbegebiet KIM (90.000 qm) sind einige Firmen seit geraumer Zeit an einer Erweiterung ihrer Firmenbetriebe interessiert und würden gerne etwas ausbauen, wie die im Bereich Industrie-3D-Druck weltführende und äußerst erfolgreiche Firma EOS GmbH. EOS bekam im Juni 2017 durch den Ex-Bundespräsident Christian Wulf den Preis "Top Consultant 2017" überreicht. Jedoch fehlt den Firmen im KIM, wie der EOS derzeit der Bebaungsradius.
Den die aktuell bebaubaren Flächen sind nur ca. 28 Hektar groß, was im Kreuzlinger Forst nicht gerade viel ist. Zuletzt hat die Gemeinde Krailling durch die Änderung des Flächenschutzsplans vom 14.11.2016 die einzige Fläche, die sich nicht im Landschaftschutzgebiet befindet, frei gegeben. Bis heute durfte die EOS mit ihrem Bau allerdings noch nicht anfangen. Das KIM Areal, den Sportplatz eingeschlossen, wurde im Rahmen des Bescheides des Landratsamtes Starnberg vom 05.09.1997 zur Bebauung freigegeben. Weiter bleibt noch das "Antenenfeld", das an der Gautinger Strasse an das Tanklager angrenzt. Das rasche Ende der Auslagerung im Tanklager verspricht auch, dass endlich die mit Krailling, Germering und Gauting zusammen anvisierten Pläne umgesetzt werden können. Foto v.l.n.r. Bürgermeister v
on Germering Andreas Haas, Bürgermeisterin von Krailling Christine Borst und die Geschäftsführerin der Krailling Oils Development Dr.jur. Kateřina Radostová

  Die Abfahrt des geplanten Kesselzuges verschiebt sich weiter ins Ungewisse
22.08.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Die auf Ende August geplante Abfertigung eines weiteren Kesselzuges findet nicht statt. Im Tanklager bleiben momentan noch Treibstoffreste von ca. 6 Mio. Liter Diesel. Nach unseren Informationen sind aktuell noch 4 Kesselzüge je mit 20 Kesselwagons nötig, um den einwandfreien Diesel der sich noch im Tanklager befindet, weg zu schaffen.
Was mit dem zusätzlichen kontaminierten Diesel, (ca. 2 Mio. Liter) geschieht, bedarf noch etliche Entscheidungen. Bis jetzt ist nicht klar, ob die Reinigung der Reste in der Tschechischen Republik oder hier zu Lande statt finden soll. Darüber, wer die Reinigungskosten für den kontaminierten Diesel übernehmen wird, war man sich gestern bei dem in Prag anberaumten Treffen zwischen der KOD und der tschechischen Rohstoffverwaltung SSHR auch nicht einig.
  Nach der Sommerpause wird man die gereinigten Ölreste abtransportieren
07.08.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Die am 10.08.17 geplante Abfahrt des weiteren Kesselzuges mit dem restlichen Treibstoff ist gestrichen worden und der nächste Termin könnte nach dem Betriebsurlaub im Kraillinger Tanklager am Ende August 2017 über die Bühne gehen. In den Tanks befinden sich immer noch ca. 6 Mio. Liter Restbestände die verunreingt sind und zuerst gereinigt werden müssen. Ob dies in Deutschland oder später aus Kostengründen in Tschechien passieren wird ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Im Augenblick suchen die Rechtsanwälte der beiden Parteien nach einer Antwort und zwar, wer für die Reinigung des verbliebenen Treibstoffes zuständig ist. Die geplante vollständige Auslagerung bis zum Ende Juli 2017 wird sich wahrscheinlich bis zum Ende September verschieben.
  Gibt es erste Unstimmigkeiten um die Auslegung des Vertrages zwischen Krailling Oils Development GmbH und der tschechischen Rohstoffverwaltung?
04.08.2017 | 20:00 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Bis jetzt lief eigentlich bei der Auslagerung im Kraillinger Tanklager alles vorbildlich. Eine eingespielte Mannschaft aus beiden Ländern, Tschechien und Deutschland, fertigte die Kesselzüge in einer Vorzeigegeschwindigkeit ab. Jede Woche seit dem 12. Oktober 2016 (wir berichteten) verließen zwei Kesselzüge das Tanklager Richtung tschechische Grenze. Das heutige zusammentreffen zwischen dem II. Geschäftsführer der Krailling Oils Development GmbH (KOD)
Ing. Miroslav Ševčík (Vorstandsmitglied der tschechischen Aktiengesellschaft TOMA a.s. aus Otrokovice (Ost-Mähren), TOMA besitzt 25% an der KOD) und der Führung der SSHR (tschechische Rohstoffverwaltung) in Prag trübte ein bisschen das gute Verhältnis zwischen der KOD und der tschechischen Rohstoffverwaltung und brachte am Ende keine Klärung, wer für die Reinigungskosten der gelagerten Ölresten im Tanklager aufkommen werde. Nach unseren Informationen pocht die SSHR auf die Einhaltung des Vertrages vom Juli 2016. Aufgrund der im August 2016 entnommenen Proben nach der Übernahme des Tanklagers durch den neuen Betreiber wurden Tests durchgeführt. Diese festgestellte Qualität ist für den neuen Inhaber des Tanklagers, die KOD, laut Vertrag verpflichtend. KOD muss die gleichbleibende Qualität bis zur vollständigen Auslagerung des umstrittenen Diesels halten. Der Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr antwortet auf unsere Nachfrage: "...wir haben Qualitätsdiesel im Tanklager gelagert. Für die Lagerung des Treibstoffes zahlen wir die anfallenden Lagergebühren an die KOD. (Anm. der Redaktion: Zur zeit werden 75% der vereinbarten Lagergebühren bezahlt. Rest der Gebühren ist nach der Auslagerung fällig). Falls sich in den Tanks womit auch immer vermischter Diesel befindet, ist es Sache des Betreibers, uns Qualitätsdiesel auszuhändigen..." sagt Švagr. Wie die tschechische Internetzeitung "Lidovky" am Freitag berichtete, sagte Geschäftsführerin Radostová: "...wir sind der Meinung, dass der Treibstoff nicht unser ist, also sehen wir keinen Grund, warum wir die Reinigung zahlen sollten..." laut "Lidovky" fügte Radostvá zu: "...für uns ist es wichtig, dass das Tanklager so schnell wie möglich leer wird, damit wir unseren Geschäften weiter nachgehen können..." Auf eine schriftliche Anfrage und der Bitte um eine Stellungnahme bei der Geschäftsleitung der KOD haben wir bis zum Redaktionsschluss keine Antwort erhalten.
  Die nächsten drei Wochen: Keine Transportzüge mehr Videobeitrag 
29.07.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Es wurden bereits 90% des Diesels abtransportiert. Nach unseren Informationen stehen noch sechs Transportzüge aus, die jedoch nicht mehr in den Fahrplan von zwei Kesselzügen pro Woche passen. Diese Strategie ist beendet worden. Jetzt geht es darum sich mit dem neuen Inhaber der Krailling Oils Development GmbH auf die mögliche Reinigung des mit "Bodensatz" verschmutzten Diesel zu einigen. Hinzu kommt die Regelung über das weitere Vorgehen bezüglich eines Tanks mit von Wasser verunreinigten Diesel, der Ende März 2017 gefunden wurde (wir berichteten). Die tschechische Seite rechnet dies bezüglich mit weiteren sechs Transportzügen, wann und ob überhaupt diese Transporte statt finden, mag keiner zum jetzigen Zeitpunkt voraussagen.
  Blitzbesuch im Tanklager
27.07.2017 | Text: MSN/PN  | Foto:MSN/PN
Zu der letzten Besprechungsrunde mit der Geschäftsführerin des Tanklagers Dr.jur. Kateřina Radostová kam heute der Chef der tschechischen Rohstoffverwaltung SSHR Ing. Pavel Švagr aus Prag nach Krailling. Es gibt eine ganze Menge zu besprechen. Das Thema dreht sich natürlich über die Ölreste der Auslagerung. Im März 2017 wurde in einem Tank vertrübte Menge festgestellt. (Wir berichteten).
  Ehemaliger Inhaber der Viktoriagruppe AG äußert sich zu der Verunreinigung
20.07.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
"...als wir den Tanklager von der Bundeswehr übernommen haben waren alle Tanks leer und blitzeblank sauber..." weiter sagte Malý wir die Viktoriagruppe AG, haben regelmäßige technische Revisionen an den Tanks duchgeführt, dazu gehörte selbstverständlich auch das Absaugen des Kondensats aus den Tanks. Es überascht mich das sich in den Tanks Wasser, dass die zulässige Norm übersteigt, einsammeln konnte, denn jeder einzelne Tank verfügt unten über einen sogenannten "Sumpf" wo das Kondensat das sich drinnen bildet zusammen fließt und von dort abgeleitet wird..." sagt in unserem ausführlichen Interview der ehemalige Inhaber und Geschäftsführer der insolventen Viktoriagruppe AG, Petr Malý.
  Fehlmengen im Tanklager der ehemaligen Viktoriagruppe
19.07.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Unter solchen abgesperrten und durch Sicherheitsanlagen gesicherten Steuerstationen im Tanklager, befindet sich der Treibstofftank. Wie hier auf dem Foto links, beherbergt der Tank 11000m³ Liter Treibstoff. Aus diesem Steuerhaus wird der Stromfluß zum betanken in die Kesselwagons freigegeben. In mehreren solchen Tanks wurde der umstritene "tschechische" Problemdiesel eingelagert. Genau solche Tanks weisen nach dem
Chef der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven) Ing. Pavel Švagr aber eine Fehlmenge von 6,3 Mio. Liter Diesel auf. Um es zu verdeutlichen 6,3 Mio. Liter Diesel wären fünf Transportzüge mit je 20 angehängten Kesselwagons.
Genau
diese Menge an Diesel wurde dem Tschechischen Staat von Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen vor einem Jahr in München, in der Verkaufsnacht von insolventen Viktoriagruppe AG vom 11. auf 12. Juli 2016 (Bericht), als Eigentum Tschechiens anerkannt. Warum gerade diese Menge Diesel, die anscheiend nicht mehr im Tanklager greifbar ist?
Auf die Frage zu dem gewaltigen Unterschied der Kontrollmeßungen zwischen dem deutschen und tschechischen Zoll, sowie der Aufzeichnungen der Kontrollen der SSHR, wurde uns aus dem Büro des Insolvenzverwalter mitgeteilt:
"wie bereits angesprochen, ist die Auslagerung noch nicht abgeschlossen. Deswegen lässt sich aktuell auch keine Aussage zu Fehlmengen treffen." So das Münchner Büro der Pluta GmbH im Namen des Insolventverwalters Möllen.
  Der regelmäßige Abtransport des Diesels aus dem Kraillinger Tanklager ist beendet
17.07.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Prag | Krailling: Fast 80 Mio. Liter Treibstoff lagerte die Tschechische Republik seit November 2009 im bayerischen Tanklager bei Krailling. Nach dem Streit, der die höchsten Etagen der Politik beider Länder ereicht hatte, durfte die Tschechische Republik "ihren" Diesel zurück nach Tschechien abtransportieren. Der erster Kesselzug passierte das Tor des Tanklagers am 11. Oktober 2016. Bis heute wurden 90% des Diesel abtransportiert und es blieb nur ein trüber Bodensatz in den Tanks im Kraillinger Forst übrig. Jetzt wurde klar, was der Chef der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven) Ing. Pavel Švagr die ganze Zeit behauptet hat, dass es in den Tanks eine große Differenz gegenüber den Aufzeichnungen des Deutschen und Tschechischen Zolls gibt. Mit einfachen Worten ausgedrückt: Es fehlt Treibstoff... Nach der heutigen Anfrage sagte Švagr: " wenn ich alles zusammen rechne, was am Boden im Tank geblieben ist, dann fehlt Diesel. Genauere Zahlen kann man erst nennen, wenn der letzte Kesselzug abgefertigt ist." Das man endgültige Zahlen nennen kann, bestätigt uns auch der Insolvenzverwalter der Viktoriagruppe AG "Der Stand der Auslagerung wird präzise über Listen festgehalten, die dem Insolvenzverwalter vorliegen. Da die Auslagerung nach diesen Informationen jedoch noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich zu Fehlmengen noch keine Aussage treffen." so der Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen.
  Der letzte Abtransport des umstritenen "tschechischen" Diesels steht bevor
13.07.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN

Für Ende Juli 2017 wurde die letzte Fahrt der Auslagerung des umstrittenen tschechischen Diesels vorausgesagt. Der Verbleib von 6,3 Mio. Litern Treibstoff bleiben noch immer ungeklärt und die Eigentumsrechte an dem Treibstoff sind ebenfalls in weite Ferne gerückt. In der Münchner Insolvenzkanzlei der PLUTA GmbH besteht man auf die objektive Klärung "...ob die Verträge aus der Vergangenheit rechtlich wirksam abgeschlossen wurden...", so der Insolvenzverwalter Mirko Möllen auf unsere Anfrage.
  Der aktuelle zwischenstand der Auslagerung
18.05.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN

Bis heute wurden 70% des gesamten Treibstoffs in die Tschechische Republik auf dem Schienenweg abtransportiert. Die tschechische Regierung ist davon überzeugt das bis zum Ende Juli 2017 der letzte Transportzug Richtung Tschechien das Tanklager verlassen wird. Seit 2010 lagerte Tschechien im Kreuzlinger Forst bei Krailling Teil ihrer staatlichen Treibstoffreserven. 2014 Beantragte die Viktoriagruppe AG Insolvenz an (wir berichteten) Bis heute wurden die Eigentumsverhältnisse an dem Treibstoff durch den Insolvenzverwalter Mirko Möllen immer noch nicht geklärt.
  Wie Bayern den Tschechen bei der Herausgabe des "Problemdiesels" half
17.05.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN

Die Nicht-Anerkennung des umstrittenen tschechischen "Problemdiesels" durch den Insolvenzverwalter Mirko Möllen, rief eine ganze Reihe von Politikern, bis in die höchten Ebenen, auf den Plan. Der Besuch des tschechischen Premierministers Bohuslav Sobotka, am 10. März 2016 in München, (wir berichteten) brachte die Wende in der Herausgabe des Treibstoffs im Tanklager Krailling. Wie wichtig war die Hilfe Bayerns für die Bayerisch-Tschechische Zusammenarbeit? Exklusiv Interview mit dem Bayerischen Staatsekretär Bernd Sibler.
  Rücktritt der Tschechischen Regierung und die Auslagerung des Öls
02.05.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN

Der heutige Rücktritt der gesamten Tschechischen Regierung liegt jetzt in den Händen des amtierenden Präsidenten Miloš Zeman und selbst wenn der Rücktritt der Regierung von ihm angenommen wird, beeinträchtigt es keinesfalls die Auslagerung des Öls, das ergab unsere Anfrage bei der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven). "Für uns läuft es wie gehabt weiter, die Verträge mit dem neuen Inhaber des Tanklagers werden auf jeden Fall eingehalten, wir lagern ohne Unterbrechung weiter, die Rücktrittankündigung hat keinen Einfluß auf die Auslagerung...", sagt der Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr.
  Milchige Substanz im Diesel. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen vor
11.04.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Vor gut drei Wochen ist in einem Kesselwagon im Tanklager bei der Auslagerung des tschechischen "Problemdiesels" eine unerklärliche Substanz in dem Treibstoff festgestellt worden, die dort nichts zu suchen hatte. Dadurch wurde die Auslagerung eingeschränkt. In den letzten zwei Wochen dürften drei Kesselzüge das Tanklagertor im Kraillinger Tanklager in Richtung tschechische Grenze, nicht passieren. Jetzt wurden die Ergebnisse der Untersuchung durch die SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven) bekannt gegeben. Die Vertrübung der Proben in einem der insgesamt 22 Tanks hatte laut SSHR größere Wassermengen verursacht und zwar mehr als es die Norm zulässt. Die geplante Auslagerung bis Ende Juli 2017 sollte durch diesen Vorfall nicht beinträchtig sein.
Bis heute wurden 36 Kesselzüge ausgelagert, dies entspricht 57% der gelagerten eigentumsfraglichen Beständen. Die SSHR ist sich weiterhin sicher, das in den Tanks 6,3 Mio. Liter Diesel fehlen. Das würde bedeuten, das der Inhalt von 5 Transportzügen je 20 Kesselwagons voller Diesel verschwunden ist. Allerdings hat die Münchner Staatsanwaltschaft II. auf unsere Anfrage bestätigt, das die angeregte Untersuchung seitens der Tschechischen Republik gegen die Viktoriagruppe AG ergebnislos beendet wurde
(Videobeitrag). Es bleibt also abzuwarten bis die Tanks im Kreuzlinger Forst geleert werden und man überzeugendere Argumente präsentieren kann.
  Unerklärliche milchige Substanz wurde im Diesel festgestellt.
21.03.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag 
Im Treibstoffgeschäft gibt es strenge Qualitätskontrollen des Diesels. Um die Qualität des gelagerten Diesels zu überprüfen müssen aus den Tanks regelmäßig Proben entnommen werden. Nach dem betanken der Kesselwagons stellte man plötzlich in einer Probe eine Verunreinigung durch eine milchige Substanz fest die, die Probe trübte.
Woher kommt die Verunreinigung? Wie ist der Qualitätszustand des restlichen Diesels wird gerade festgestellt.
Ein geplanter Transportzug für Donnerstag wurde zurückgestellt.
  Großes Treffen im Tanklager
21.03.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN

Zum ersten Mal seit dem Verkauf der insolventen Viktoriagruppe AG am 12. Juli 2016 gab es im Kraillinger Tanklager der Firma Krailling Oils Development GmbH ein großes Treffen der Vertragspartner. Was wurde besprochen?
  32 Kesselzüge haben seit dem 12. Oktober 2016, das Kraillinger Tanklager verlassen
Die Hälfte der Treibstoffbestände des tschechischen "Problemdiesels" wurden bereits ausgelagert

09.03.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag 
Seit dem die Viktoriagruppe AG am 8. Dezember 2014 Insolvenz beantragt hat (Bericht), versperrte sich für die tschechischen Behörden der Zugang zu dem gelagerten Treibstoff. Im April 2015 stellt Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen vor dem Gericht Weilheim das Eigentum der Tschechischen Republik, an dem im Tanklager gelagerten Treibstoff, in Frage. Das Tanklager in Krailling wurde 2015 durch die Einwilligung der Gläubiger zum Verkauf angeboten. Interessenten gab es genug, doch ein volles Tanklager mit Treibstoff, desen Eigentum nicht geklärt ist, wollte kaum jemand haben. Da die Pflichten eines Insolventverwalters sind, das Interesse der Gläubiger zu befriedigen, willigte Ra. Mirko Möllen einer raschen Auslagerung zu. Eine Frist des Insolvenzvewalters, den Treibstoff bis Ende April 2016 zurück in die Tschechische Republik auszulagern, stellte sich als unrealistisch dar. Die kaputten Gleise waren unbefahrbar und mussten erst repariert werden. Die einzige Alternative wären Lastwagenzisternen gewesen. Dies hätte 2500 Fahrten bedeutet. Bei 5 Fahrten pro Tag hätte es 500 Tage gedauert bis der Tanklager geleert worden wäre. Am 12. Juli 2016, nach zähen fast, 16 stündigen Verhandlungen, wechselte das Tanklager in Krailling den Besitzer. (Bericht)
Die Krailling Oils GmbH. Vertraglich verpflichtete sich der neue Inhaber die Gleise und das Verladeterminal auf eigene Kosten zu reparieren und den tschechischen Behörden den Zugang, sowie die Auslagerung des Treibstoffes zu ermöglichen. Zu heutigem Zeitpunkt wurden bereits seit dem 12. Oktober 2016, als der erster Kesselzug das Tor mit dem "Problemdiesel" das ehemalige Viktorigruppe Gelände verlassen hat, insgesamt 32 Transportzüge je mit 20 Kesselwagons auf die Gleise geschickt. Somit ist die Hälfte des Diesels ausgelagert.
Vom Insolvenzverwalter wurden die Treibstoffreserven bis heute noch immer nicht als Eigentum der Tschechischen Republik anerkannt.
  Tschechische Polizei erhebt schwere Vorwürfe
27.02.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Der ehemalige Generalleutnant
des Millitärs und des tschechischen Nachrichtendienstes Ondrej Páleník, ab 2012- 2014 Chef der SSHR (staatliche Verwaltung der tschechischen Materialreserven)
, wurde in Prag von der tschechischen Polizei beschuldigt für die Tschechische Republik ungünstige Zusatzverträge mit der Viktoriagruppe AG ausgehandelt zu haben. Der Schaden wurde zwischen 6 bis 7 Millionen Euro beziffert. Mit Páleník wurde auch sein Stellvertreter Tomáš Perutka beschuldigt. Páleník bestreitet die Vorwürfe der Antikorruptions-Abteilung der Polizei.

Die "ungültigen" Zusatzverträge

2014 sagte der neue Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr, der auf die ungünstig abgeschlossene Zusatzverträge als erster hingewiesen hat, sagte bereits vor zwei Jahren: "So wie die Zusatzverträge verhandelt wurden, würde ich sie als Chef der SSHR niemals unterschreiben..." Eine Strafanzeige vom Dezember 2015, der tschechischen Behörden in Deutschland, gegen die Viktoriagruppe wegen "fehlenden" Treibstoffs, rief die deutschen staatsanwaltlichen Untersuchungen auf den Plan (Bericht vom 22.02.2016), diese Vorwürfe haben sich nicht bestätigt und deshalb wurden die Ermittlungen nach einem Jahr eingestellt (
Videobeitrag).
Diese ausgehandelten Zusatzverträge wurden von dem Insolvenzverwalter Mirko Möllen als ungültig erklärt und dürften unter anderem der Grund sein, warum der Insolvenzverwalter der Viktoriagruppe AG bis heute das Eigentum der Tschechischen Republik an dem Treibstoff nicht anerkannt hat. Insolvenzverwalter Möllen hat die Tschechische Republik letztes Jahr wegen "Grundloser Bereicherung" auf eine Nachhonorierung der Lagerkosten verklagt.
Die geforderte Summe des Insolventsverwalters beläuft sich auf 2.044.248,56 Euro (Bericht vom 27.12.2016)
  Der Hauptaktionär Rostislav Halášek und die insolvente Viktoriagruppe AG
16.02.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN

Wie sehen die Eigentumsrechte des angeblichen Hauptaktionärs Rostislav Halášek an der Viktoriagruppe AG aus? Vor etwa zwei Jahren sollte der Eigentümer der zypriotischen CIOLTIT HOLDINGS LTD. Halášek eine "Art" von Hilfe in der Verhandlung um die Rückkehr des "tschechischen" Problemdiesels der Tschechischen Regierung angeboten haben.
In unserem Interview (Bericht vom 24.11.2017) bestätigte der Geschäftsführer der Viktoriagruppe AG Petr Malý, Halášeks Aktienmehrheit. Jedoch zweifelte er die Rechtmäßigkeit an. Ist Rostislav Halášek auch in die Verhandlungen mit Insolvenzverwalter Mirko Möllen eingebunden und welche Rolle spielt der Hauptaktionär jetzt?
  Staatsanwaltschaft München II. äußert sich zur Strafanzeige gegen Unbekannt
14.02.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag 
Um das Verfahren im Streit um den "tschechischen" Problemdiesel aufrecht zu erhalten, hat die SSHR (staatliche Verwaltung der tschechischen Materialreserven) am 15. Dezember 2015 eine Strafanzeige gegen Unbekannt, bei der Staatsanwaltschaft München II., erstattet (Bericht vom 22.02.2016). Eine Untersuchung wurde in die Wege geleitet.
Nun, nach einem Jahr, wurde die Ermittlung beendet. In unserem TV Interview gibt der Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich (Foto) die Ergebnisse der Untersuchung bekannt. Der tschechischen Seite, welche die Strafanzeige gestellt hat, wurden die Ergebnisse in einem ausführlichen Schreiben der Staatsanwaltschaft München II. auf dem Postweg, bereits übermittelt. Die tschechische Seite hat prompt Beschwerde gegen das Ergebnis eingelegt. Nach einem telefonischen Kontakt hat sich der Geschäftsführer der insolventen Viktoriagruppe AG Petr Malý nicht geäußert.
  Die Klage des Insolvenzverwalters der Viktoriagruppe AG
04.02.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag 
Der Millionenklage des Insolvenzverwalters der Viktoriagruppe AG gegen die Tschechische Republik (Bericht vom 27.12.2016) sieht der Chef der SSHR (staatliche Verwaltung der tschechischen Materialreserven) Ing. Pavel Švagr gelassen entgegen.
  Stand der Auslagerung
03.02.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag  
Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde ein drittel des gesamt Bestandes in die Tschechische Republik ausgelagert.
Seit dem ersten Kesseltransport am 12. Oktober 2016 wurden regelmäßig 24 Transportzüge je 20 Kesselwagons abgefertigt.
 

Es geht um 2.044.248,56 Euro:
Insolvenzverwalter fordert mehr als das Doppelte, über das bereits, vor Jahren vereinbarte hinaus.

14.01.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Hintergrund: Die tschechische Niederlassung Viktoriagruppe a.s. schloss für ihre Hauptfirma, die deutsche Viktoriagruppe AG, im Jahr 2004 Verträge mit der tschechischen staatlichen Verwaltung der Rohstoffreserven SSHR, über die Lagerung von Dieselreserven in Tschechien ab. Ende 2010 handelte dieselbe Niederlassung über einen Vertragszusatz die Auslagerung des Treibstoffes nach Deutschland, in das Tanklager bei Krailling sowie die Regelung der Lagerkosten, aus. Seit 2004 wurden durch die Viktoriagruppe a.s. 14 Vertragszusätze mit der SSHR ausgehandelt.
Es stehen mehrere Klagen gegen den Tschechischen Staat im Raum:
Am 25. November 2016 reichte die Rechtsanwaltskanzlei Pluta GmbH über die Kanzlei Vaníček & Partners, eine auf Steuer- und Zollrecht spezialisierte tschechische Rechtskanzlei, eine Klage wegen "Grundloser Bereicherung" gegen die tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven SSHR (Bericht vom 27.12.2016) beim zuständigen Gericht in Prag ein.
Den abgeschlossenen Vertragszusatz für die Zeit von 2010 bis 2013 stellt laut den tschechischen Medien der Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen in Frage. Auf unsere schriftliche Anfrage zu den Details der angestrebten Klagen möchte sich Ra. Mirko Möllen nicht äußern. Jedoch wurden uns mehrere Klagen seitens Pluta GmbH gegen die Tschechische Republik in einem Telefonat vom 27.12.2016 mit der Münchner Insolvenzkanzlei bestätigt. Zu der Eigentumsfrage lies Insolvenzverwalter Möllen folgendes mitteilen: "Das Eigentum der Tschechischen Republik an den Dieselvorräten wurde deswegen nicht anerkannt, da die Eigentumsfrage nach wie vor offen ist" so das Büro des Insolvenzverwalters. Zu unserer erneuten Anfrage, über den, für die Tschechische Republik im Juli 2016 anerkannten Teil von 6,3 Mio. Liter Diesel von den insgesamt 74 Mio. Liter Treibstoffreserven durch die Insolvenzverwaltung, hatte sich Ra. Möllen bis heute nicht geäußert. Unseren Recherchen nach wurde monatlich pro Kubik des im Kraillinger Tanklager gelagerten "tschechischen" Problem-Diesel mit der tschechischen Verwaltung der staatlichen Rohstoffreserven SSHR eine Sume von 1,35 € durch die Viktoriagruppe a.s. ausgehandelt. Das zuständige Gericht in Prag wird jetzt klären müssen, ob rückwirkend für die Lagerung pro Kubik mehr gezahlt werden soll.

  Die oberste Priorität: Die problemlose Auslagerung
04.01.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag 
Der erste Zug in diesem Jahr mit 20 Kesselwagons prall gefüllt mit dem "tschechischen" Problem-Diesel hat bereits Gestern bei einem traumhaften Wetter das Kraillinger Tanklager Richtung tschechische Grenze verlassen. Morgens, dank der eingespielter Zusammenarbeit der beiden Auslagerungsteams aus Deutschland und Tschechien, kann sich ein weiterer Zug mit zwanzig Kesselwagons auf die Reise machen.
  Im Tanklager geht die Auslagerung planmäßig weiter
03.01.2017 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Während in München in der Etage der Insolvenzkanzlei Pluta GmbH an der Klage gegen die SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven) gefeilt wird (Bericht vom 27.12.2016), verlassen in den nächsten Tagen zwei ersten Züge mit je 20 Kesselwagons (Foto) Richtung Tschechien das Tanklager bei Krailling. Der neue Tanklager-Inhaber aus Tschechien will das Öl so schnell wie möglich raus haben, damit den Geschäften nachgehen werden kann. Wie uns die Chefin des Tanklagers Dr.jur. Kateřina Radostová auf Anfrage versicherte, laufe im Tanklager alles planmäßig und habe der neue Inhaber, Krailling Oils Development GmbH mit dem Rechtsstreit zwischen dem Insolvenzverwalter Ra. Möllen und der Tschechischen Republik nichts zu tun.
  Vermehrten Klagen gegen die Tschechische Republik
30.12.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN | Aktuallisiert am 03.01.2017
Wie sieht die Aussicht auf ein Erfolg der am 25. November 2016 in Vertretung durch die auf Steuer- und Zollrecht spezialisierte Rechtskanzlei Vaníček & Partners in Prag eingereichte Klage aus? Wird die Auslagerung des Treibstoffes aus dem Tanklager bei Krailling beeinträchtigt und wie reagiert die SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven) auf die Klage? Warum werden die Eigentumsrechte an dem gelagerten Treibstoff nicht endlich vollständig geklärt und was steckt wirklich dahinter? Warum wird Geld für die Lagerung des Treibstoffes von jemand verlangt, diesem aber das Recht auf sein Eigentum bis jetzt nicht erteilt? Vor allem wieso wurde nur die angeblich fehlende Treibstoffmenge als Eigentum der Tschechischen Republik durch die Insolvenzkanzlei anerkannt? Wer liess es in seiner Verantwortung zu, dass die tschechische Viktoriagruppe a.s. Verträge mit den staatlichen Stellen abgeschlossen hat, die sich jetzt nach den alarmierenden Medienberichten angeblich als ungültig herausstellten? Und wie reagiert Kraillinger Gemeinde auf die eingereichte Klage?
Der Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen möchte zu unseren Detailfragen der Klagen derzeit keine Auskunft geben, so sein Pressebüro. Die Gemeinde Krailling möchte als Mitglied des Gläubiger-Ausschusses zu der Sachlage ebenfalls keine Aussage machen, so Franz Wolfrum in einer E-Mail vom 02.01.2017.
  Insolvenzverwalter der Viktoriagruppe Mirko Möllen verklagt Tschechische Republik wegen angeblicher "Grundloser Bereicherung"
27.12.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Falls es klappt, wird sich die Kraillinger Gemeinde freuen. Es geht um mehr als 2 Millionen Euro. Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen verlangt eine Nachzahlung für die erfolgte Lagerung des "tschechischen" Diesels durch die insolvente Viktoriagruppe AG und davon könnte auch die Gemeinde Krailling profitieren. Bis heute hat Ra. Möllen trotz Rechnungsbelegen das Eigentum der Tschechischen Republik an dem gelagerten Diesel offiziell nicht anerkannt, verlangt jedoch einen Ausgleich. Angeblich sind die ausgehandelten Verträge über die Lagerung, der ebenfalls insolventen tschechischen Viktoriagruppe a.s. mit der tschechischen staatlichen Verwaltung der Rohstoffreserven SSHR, ungültig. Die ausgehandelten Lagergebühren waren nach der Begründung der Klage viel zu niedrig angesetzt als in Deutschland üblich ist und so klagt jetzt Möllen auf die Zahlung der Differenz. Der Pressesprecher der Insolvenzkanzlei Pluta GmbH Patrick Sutter hat unsere Anfrage heute Abend in einem Telefonat bestätigt, dass es sich um mehrere Klagen gegen die Tschechische Republik handelt.
  Bilanz 2016
21.12.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag 
Vor ein paar Tagen ist der letzte Transportzug für dieses Jahr aus Krailling in Tschechien angekommen. Seit dem Beginn der Auslagerung im Oktober 2016, wurden insgesamt 13 Züge mit jeweils 20 Kesselwagons ausgelagert das entspricht 20% der 74 Mio. Liter des gelagerten tschechischen Öl-Bestandes im Kraillinger Tanklager. Zuletzt wurden zwei Züge in der Woche abgefertigt. Das vorhaben, im nächsten Jahr auf drei Züge pro Woche zu erhöhen, musste wg. der anderweitigen arbeitsintensiven Beschäftigung des Deutschen Zolls zurück gestellt werden. Somit wird man auch zukünftig mit zwei Zügen pro Woche auskommen müssen. Ob überhaupt von dem Diesel etwas fehlt, wird man erst nach der Auslagerung erfahren können.
  Wende im Rechtsstreit?
24.11.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Lange Zeit hat es gedauert bis Mediaservice Novotny den ehemaligen Geschäftsführer der insolventen Viktoriagruppe Petr Malý unter vier Augen interviewen konnte. Immer wieder mehrere Termine waren vereinbart dann plötzlich platzten sie. Jetzt bricht Petr Malý sein Schweigen und spricht detailliert über die Praktiken im Ölgeschäft, äußere Einwirkung der höheren Etagen, Insolvenz der Viktoriagruppe AG und wem der gelagerte Treibstoff im Kraillinger Tanklager eigentlich gehört. Seine Bedingung: keine Kameras, keine Aufzeichnungsgeräte nur ein Gespräch. Wir trafen uns in einem unauffäligen Café mitten in München.
  Das geheimnisvolle Häuschen auf dem Hügel
17.11.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
11.000 Kubikmeter Diesel lagern unter diesen Häuschen. Von hier aus wird der Treibstoff freigegeben, dann fließt er unterirdisch in die Verteilungsstation und schließlich kommt er in die Kesselwagons. A einem halben Tag ist es dann so weit. Jeder einzelne Kesselwagon wird gewogen und anschließend von den anwesenden Zollbeamten verplombt, Papiere auf die Überfahrt gedruckt und Zug verabschiedet sich dann in Richtung tschechische Grenze.
  Chef der SSHR Ing. Pavel Švagr: "Wir wissen das es Schwierigkeiten geben kann"
09.11.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Diese Woche wird, von insgesamt 70 Zügen, der fünfte Kesselzug mit 20 Wagons mit einem Fassungsvermögen von jeweils 60 Tsd. Litern Treibstoff, für die Reise aus dem Kraillinger Tanklager in die Tschechische Republik fertig gemacht. Doch schon jetzt beginnt in den tschechischen Medien eine heiße Diskussion wem eigentlich der Treibstoff gehört, der vom Insolvenzverwalter Mirko Möllen als Eigentum der tschechischen Steuerzahler, bis heute nicht anerkannt worden ist. Der Insolvenzverwalter kann eine Frist im Kaufvertrag von 18 Monaten anwenden (siehe Bericht vom 22.10.16), doch Mirko Möllen ist sich vermutlich bewusst, dass es selbst für ihn finanzielle Folgen haben kann...
 

Wird sich die Insolvenz der FAU s.r.o. im Kraillinger Tanklager bemerkbar machen?   
04.11.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag
Nach dem bekannt wurde, dass eine der größten Ölhandelsfirmen der Tschechischen Republik, die FAU s.r.o. ihre Insolvenz in Tschechien angemeldet hat, kam die Erinnerungen an die Insolvenz der Viktoriagruppe im Tanklager hoch. FAU s.r.o. galt bei dem nächtlichen Verhandlungsmarathon von 11. auf 12.07.2016 in München, als Garant für die Auslagerung des Treibstoffes In die Tschechische Republik. In unserem TV Interview betonnte der zweite Geschäftsführer der Kraillinger Oils Development GmbH Ing. Miroslav Ševčík, dass die Insolvenz der tschechischen Firma FAU s.r.o...

  Das Auslagern läuft nach Plan. Bis zu 20 Züge zum Ende des Jahres
03.11.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Seit 12.10.2016 sind bisher vier Züge mit jeweils 20 kleineren Kesselwagons, mit 60.000 Liter Fassungsvermögen, abgefertigt worden. Bis Jahresende rechnet die Krailling Oils Development GmbH mit einer weiteren Auslagerung von 17 bis 20 Zügen. Dies wären dann rund 1,2 Mio. Liter Treibstoff. Bald sollen aus dem Tanklager zwei Züge und ab Januar 2017 drei Züge wöchentlich rollen.
  Wie verschwinden 6,3 Mio. Liter Treibstoff?
29.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Eine Frage bleibt trotzdem bestehen: Wo sind eigentlich die gegen Ende August 2016 bei einer Pressekonferenz erwähnten 6,3 Mio. Liter Diesel geblieben? Ob überhaupt etwas fehlt? Falls ja, wieviel? Dies wird man erst nach der Auslagerung sagen können. Die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen laufen, sagt Chef der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Materialreserven) Ing. Pavel Švagr.
  Weitere Züge mit Kesselwagons sind auf dem Weg nach Tschechien
26.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Mit Euphorie und Erleichterung ist am Mittwoch, vor zwei Wochen, der erste Transportzug nach Tschechien aufgebrochen. Wie geplant sind heute weitere 20 Kesselwagons aus dem bayerischen Tanklager bei Krailling
unterwegs. So kommt es gelegen, wenn die Chefin des Tanklagers Dr.jur. Kateřina Radostová mit dem neuen Geschäftsführer Ing. Miroslav Ševčík (zweiter von links) mit echten bayerischen Leberkas um das leibliche Wohl der Mitarbeiter am Arbeitsplatz sorgen.
  Routinemäßige Abfertigung
25.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Seit mehreren Jahren war hier auf der Waage im Tanklager nichts mehr los. Aber seit dem die neuen Besitzer des Tanklagers angefangen haben den Treibstoff auszulagern, haben sie mehr Personal eingestellt. Die aus Tschechien ankommenden Kesselwagons müssen aber einzeln gewogen werden da sie für die Waage viel zu kurz sind. Werner Müller kennt das Problem, er ist seit Jahren für die Arbeit an der Waage im Tanklager verantwortlich, es kommt immer anders, als man denkt sagt er nachdenkklich, jetzt ist Routine angesagt, endlich kommt Ordnung rein, freut sich Werner Müller.
 

Die Sache mit dem Eigentum des Diesels ist immer noch nicht vom Tisch
22.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Bei allem Jubel in der Tschechischen Republik um die Auslagerung des Diesels in der vergangenen Woche ist die Sache mit dem Treibstoff eigentlich noch immer nicht ausgestanden. Der Insolvenzverwalter Mirko Möllen kann immer noch innerhalb einer vereinbarten Frist, bis Februar 2018, beim zuständigen Gericht in Weilheim Widerspruch einreichen. Eine Anfrage bei dem Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen ergab...

  Wechsel an der Führungsspitze
20.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Nach dem Ausscheiden von Ölfachmann Vojtěch Csabi (Miteigentümer der Fa. FAU a.s.) wurde Ing. Miroslav Ševčík als neuer Geschäftsführer an der Seite von Dr.jur. Kateřina Radostová benannt. Ševčík ist Vorstandsmitglied der tschechischen Aktiengesellschaft TOMA a.s. aus Otrokovice (Ost-Mähren), die in Bereichen wie Ökologie, Wasseraufbereitung, Finanzleasing, Postdienstleistung und nicht zuletzt in Bahnreparaturen tätig ist. TOMA a.s. hat die Reparatur der Gleise im Kraillinger Tanklager konsequent voran getrieben und am Tanklager im Kreuzlinger Forst mit 25% beteiligt ist.
  Tschechische Ölhandelsfirma FAU s.r.o. meldet Insolvenz an
19.11.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/MO
Wie jetzt bekannt wurde meldete eine der größten Ölhandelsfirma der Tschechischen Republik am zum 11.10.2016 Insolvenz an. Der Geschäftsführer und erfahrene Ölfachmann Vojtěch Csabi ist bereits als Berater der Krailling Oils Development GmbH ausgeschieden. Die FAU s.r.o. schuldet laut den tschechischen Medien dem tschechischen Fiskus angeblich 850 Mio. Tschechische Kronen (umgerechnet etwa 31 Mio. Euro).
  Anfrage über den angeblich verlorenen Kontakt zu einem der Geschäftsführern der Viktoriagruppe AG bei Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen / Pluta GmbH wurde beantwortet
19.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Am 14.10.2016 berichtete unter anderen der staatliche tschechische Fernsehsender CT24 in einer Sondersendung zur Rückkehr des Diesels nach Tschechien, daß: "...der ehemalige Geschäftsführer der Viktoriagruppe AG für den Insolvenzverwalter nicht kontaktierbar sei..." siehe Meldung vom 15.10.2016. Unsere E-Mail Anfrage vom 17.10.16 an die Insolvenzkanzlei der Pluta GmbH in München, an Ra. Möllen wurde heute wie folgt beantwortet: "Ein Austausch erfolgt mit allen beteiligten Personen. Die Kommunikation findet direkt oder indirekt über anwaltliche Vertretter statt." So der Insolvenzvewalter Ra. Mirko Möllen in der schriftlichen Antwort.
  "Das waren zwei Jahre der härtesten Verhandlungen die ich je hatte" sagt der Mann der den Diesel nach Tschechien brachte
17.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Ing. Pavel Švagr, Chef der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Materialreserven), hatte nie gezweifelt, dass er es nicht schaffen würde den durch den Insolvenzverwalter blockierten Treibstoff aus Krailling wieder zurück nach Tschechien zu bekommen. Es waren harte zwei Jahre, die einige graue Haare mehr brachten. Aufgeben ist nicht mein Ding und es hat sich gelohnt, sagt der 54 Jähriger Prager in unserem exklusiven TV Interview.
  Wo ist der Geschäftsführer der Viktoriagruppe AG?
15.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/DH
Am 14.10.2016 wurde im tschechischen staatlichen Fernsehen in einer Sondersendung zur Rückkehr des verlorenen Diesels vermeldet, dass der deutsche Insolvenzverwalter den Hauptgeschäftsführer der Viktoriagruppe AG nicht kontaktieren kann. Angeblich hält er sich oft im Ausland auf. Unseren früheren Recherchen Ende August nach wurde er angeblich zuletzt in einem bayerischen Kurort gesichtet. Unseren Recherchen nach befindet er sich dort nicht mehr. Den weiteren Spekulationen nach soll er auch an der französischen Küste am Mittelmeer ein Quartier bezogen haben.
  Der erste Transportzug wurde in Tschechien von der tschechischen Regierung in Empfang genommen
14.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/JL
Der Chef der SSHR, Pavel Švagr, hat es nach zähen zweijährigen Verhandlungen geschafft den ersten Transportzug mit dem umstrittenen Treibstoff aus dem Tanklager bei Krailling zurück in die Tschechische Republik zu führen. Im Dasein des tschechischen Premier Bohuslav Sobotka und dem bayerischen Staatssekretär Bernd Sibler entplombte Švagr den ersten Wagon mit dem Diesel.
  Der erste Transportzug ist mit dem Diesel auf dem Weg in die Tschechische Republik Videobeitrag 
12.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Um 15:21 hat der erste Transportzug mit 20 vollbetankten Wagons ca. 980 Tonnen Treibstoff das Kraillinger Tanklager Richtung tschechische Grenze verlassen. Die Route des ersten Zuges: Krailling, Regensburg, Furth im Wald, Zwischenlager Třemošná bei Pilsen. Von Třemošná aus wird der Treibstof an weitere Tanklager in Tschechien verteilt, einer davon ist, wie Kraillinger Tanklager in Roudnice nad Labem (Raudnitz an der Elbe) 1942 von der Wehrmacht gebaut. Es werden eins bis zwei Züge pro Woche folgen insgesamt benötigt man für den Abtransport der 74 Mio. Liter Diesel der bis März 2017 andauern soll ca. 70 Züge.
  Für die Abfahrt nach Tschechien stehen die Kesselwagons bereit
12.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag 
Die Chefin des Kraillinger Tanklagers Dr.jur. Kateřina Radostová hat jeden Grund zufrieden zu sein... Mehr in unserem Eksklusiv-Interview
 

Der erste Transportzug wurde gerade voll betankt
11.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag
Trotz anfänglichen Schwierigkeiten wurde das was nicht passte passend gemacht und die Verspätung wieder eingeholt. Wann aber der Zug das Tanklager Richtung Tschechien
verlassen darf ist zur Zeit noch unklar.

  Aktion: "Bringen wir es nach Hause" hat begonnen
Schicksalstag für die Tschechische Republik im Streit um das Öl

11.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag  
Der erste Transportzug ist gerade aus Tschechien eingetroffen. Nachdem die Wagons gewogen wurden, konnten die Transportzüge noch nicht betankt werden.
 

Erste gemeinsame Pressekonferenz im Kraillinger Rathaus
07.10.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag
Zu einer ersten gemeinsamen Pressekonferenz trafen sich die erste Bürgermeisterin von Krailling Christine Borst, der Germeringer Oberbürgermeister Andreas Haas die Geschäftsführerin der Firma Krailling Oils Development GmbH, Dr.jur. Kateřina Radostová mit Prof. Nico Skusa vor der
Presse, im Kraillinger Rathaus. Pläne und Interessen wurden vorgestellt.

  Erste amtliche Begehungskontrolle der technischen Anlage im Tanklager
28.09.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Heute, kurz vor 09:00 Uhr, haben die Regierungsbeamten von Oberbayern die technische Instandsetzung im Tanklager begutachtet. Darunter den technischen Zustand der Gleise, der Waage und sonstiger technischer Einrichtung.
Interviews mit der Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Firma Krailling Oils Development GmbH,
Dr.jur. Kateřina Radostová und dem Eisenbahnbetriebsleiter Dipl. Ing. Carsten Möckl.
 

Arbeiten am Verladeterminal
28.09.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
In der vergangenen Woche wurde das Verladeterminal abgeschliffen und jetzt werden die offenen Stellen versiegelt.
Die Fugen werden später neu gemacht und an anderer Stelle sind die Gleise bereits fast fertig. Mit speziellen Gleisbaumaschinen wird das Gleisbett derzeit mit Schottersteinen gefüllt.

  Erstes Vorstellungsgespräch
21.09.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Videobeitrag
Bei einem ersten
Vorstellungsgespräch haben sich heute im Kraillinger Rathaus die
1. Bürgermeisterin Christine Borst und die Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Krailling Oils Development GmbH Dr.jur. Kateřina Radostová kennen gelernt.
  Arbeiten bei jedem Wetter
20.09.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Man sieht die Mannschaft
ist präzise aufeinander abgestimmt. Alles läuft ohne zwischenfälle, jetzt werden die Bahnschwellen ausgetauscht. Es ist trotzdem noch viel zu tun. Man ist aber zuversichtlich den vereinbarten Termin einzuhalten.
  Die Mosaiksteine der geheimnisvollen Viktoriagruppe AG
12.09.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Die Verantwortlichen und ihre bunten Geschäftsfreunde. Eine tschechische Realität auf deutschem Boden.

Hier trugen wir viele Erkenntnisse über den Verbleib des tschechischen Diesels und die Viktoriagruppe AG zu einem Mosaikbild zusammen. Von den Anfängen der Viktoriapetrol a.s. zur Gründung der Viktoriagruppe AG, den Ersparnissen der Lagerkosten, dringender Warnungen durch den Geheimdienst, die auf taube Ohren mehrerer tschechischer Ex-Regierungen stießen und den mysteriösen Ölstandsmessungen. Zuletzt geht es auch um den
16-stündigen Verkaufsmarathon der insolventen Viktoriagruppe AG in München und einer festgesetzten Klagefrist
von18 Monaten.
  Oberstaatsanwaltschaft ermittelt
07.09.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Es steht fest, dass
im Tanklager der insolventen Viktoriagruppe AG um die 6,3 Mio. Liter Diesel im Wert von ca. 3.440.000,- Euro fehlen (davon haben wir berichtet). Die tschechische Oberstaatsanwaltschaft ermittelt.
Viktoriagruppe AG wurde nach einer zähen (16 Stunden) Verhandlung in der Nacht vom 11. auf 12. Juli 2016 an die Krailling Oils Development GmbH verkauft. Die tschechische Seite sieht die Verantwortung für das Fehlen des Diesels bei den ehemaligen Vertretern der Viktoriagruppe AG und wurde aktiv.
  Exklusivinterview: 1. Arbeitstag der Geschäftsführerin des Kraillinger Tanklagers
31.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN Videobeitrag
Während des Besuchs
im Tanklager trafen wir uns mit der tschechischen Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Firma Krailling Oils Development GmbH, Dr.jur. Kateřina Radostová (Foto), zu einem exklusiven Interview und befragten sie nach der weiteren Zukunft, den Eigentumsverhältnissen und Plänen für das ca. 200 ha großes Firmengelände in Krailling. Mehr in unserem TV Interview.
  Exklusivinterview mit Ing. Pavel Švagr (Chef der SSHR)
31.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN Videobeitrag
Der Chef der SSHR
(staatliche Verwaltung der tschechischen Materialreserven) Ing. Pavel Švagr (Foto) erklärt das weitere Vorgehen für die Rückführung des eingelagerten Treibstoffes in die Tschechische Republik.
Mehr in unserem TV Interview.
  Pressekonferenz im Tanklager
31.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN Videobeitrag
Für die Öffentlichkeit
präsentierten Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Firma Krailling Oils Development GmbH, Dr.jur. Kateřina Radostová und der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Materialreserven) Chef Ing. Pavel Švagr weitere Schritte in der Rückführung der tschechischen Treibstoffsvorräte im Kreuzlinger Forst bei Krailling.
  Im II. Weltkrieg gebaut
31.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Die von Hitlers
Wehrmacht gebaute und als "Schokoladenfabrik" getarnte Tankanlage im Kraillinger Forst ist top im Schuss und bis heute voll funktionsfähig.
  Das Tanklager von innen, eine faszinierende Welt
31.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Nach dem Insolvenzverfahren
der Viktoriagruppe AG durften wir als erstes Fernsehteam überhaupt das Tanklager in Krailling mit der Kamera von innen besuchen.
  Instandsetzung des Verladeterminals
31.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN Videobeitrag
Am Bahnsteig des
Verladeterminals werden alle Fugen erneuert. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, die auch bei Tankstellen durchgeführt wird. Mehr in unserem TV Interview.
  Start für die Reparatur
31.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Heute begann der erste Tag der Gleisreparaturen. Die neue Firma Krailling Oils Development GmbH ist vertraglich dazu verpflichtet, die maroden Gleise und weitere dazu gehörige technische Einrichtungen, die man zum Auslagern des Diesels benötigt, innerhalb von acht Wochen zu reparieren. Die Rückführung des Treibstoffes soll bis zu sechs Monate dauern. Hierzu hat die SSHR bereits einen Vertrag mit der tschechischen Čepro a.s. abgeschlossen.
Die Rückführung soll etwa 2,4 Mio. Euro kosten.
  Reparaturauftrag wurde vergeben
16.08.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Unseren Recherchen
zufolge bekam die Kraillinger Gleisbaufirma Emeran Braun GmbH & Co. KG (Foto) den im
sechs-stelligen Eurobereich liegenden Auftrag zur Reparatur der Gleise.
  Vandalen demolierten Einrichtung auf dem Tanklagergelände
31.07.2016 | Text: MSN | Fotomontage: MSN/PN
Zwischen 18.-28.07. 2016 wurde auf dem Gelände des Tanklagers ein Radlader entwendet und eine Pumpenstation beschädigt. Es entstand 3500.- Euro Sachschaden wie die Polizei mitteilte.
Auf Anfrage zu dem Vorfall wollte sich die Krailling Oils Development GmbH nicht äussern.
  Bindungen
12.07.16 | Text: MSN | Foto: MSN/MO
Die tschechische Öl-Handelsfirma FAU s.r.o. wurde 1993 gegründet. Ihr Geschäftsführer
Vojtěch Csabi, der auch als Geschäftsführer der Kraillinger Oils Development GmbH im Handelsregister aufgeführt ist, soll nach Darstellung der tschechischen Medien auch Geschäftsführer der Firma Precheza a.s. (Foto) in Přerov sein. Precheza a.s. gehört zum Agrofert Konzern. Inhaber dieses Konzerns, zu dem auch einige auflagenstarke Zeitungen in der Tschechischen Republik gehören, ist der Milliardär und derzeitige tschechische Finanzminister Andrej Babiš, der wegen undursichtigen EU-Förderungen nicht nur in Tschechien Schlagzeilen machte. Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung OLAF wurde ende Januar 2016 in Sachen Agrofert Gruppe aktiv. Seit 2013 gehört auch die deutsche Lieken Gruppe in seine Agrofert-Sammlung.
  Der Käufer des Kraillinger Tanklagers
12.07.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Die zu dem Zeitpunkt
auf dem Ölmarkt völlig unbekannte, am 16.03.16 neu gegründete Firma Krailling Oils Development GmbH aus Pulach b. München (Foto) mit Bindungen (Medienspekulationen) zu der tschechischen Öl-Handelsfirma FAU s.r.o. aus Prerov (Tschechien) bekam den Zuschlag. Eine tschechische Zeitung spekulierte später über eine Kaufsumme von etwa 14 Mio. Euro. Vertraglich verpflichtete sich die Firma auf eigene Kosten mit der Reparatur der maroden Gleise, damit dem Abtransport des Öls in die Tschechische Republik nichts im Wege steht.
  Erleichterung
12.07.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN Videobeitrag
Noch in der Nacht
gab sich der SSHR Verwaltungschef Ing. Pavel Švagr (Foto) in München in unserem exklusiven
TV-Interview deutlich erleichtert. Mehr in unserem TV Interview.
  Der 16-stündige Verhandlungsmarathon
11.-12.07.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Am 11. Juli 2016 wurden
die Verhandlungen für den Verkauf der Viktoriagruppe AG um 13:00 Uhr im Bürokomplex bei
Notarin Helene Ludewig in München (Foto) eröffnet. Um fünf Uhr nachts wurde der Handel dann abgeschlossen.
  Teile des Areals sollen ein Erholungsgebiet für die Kraillinger werden
14.05.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN Videobeitrag
Im Rathaus von Krailling
wurden schon große Pläne geschmiedet. Die Oberbürgermeisterin von Krailling,
Christine Borst (Foto), betonte allerdings in unserem TV-Interview: "Wenn das Eigentum des Öls nicht geklärt ist,
wird die Gemeinde das Areal zusammen mit dem Öl nicht kaufen... Das auf gar keinen Fall...".
Mehr in unserem TV Interview.
  Viktoriagruppe AG wurde zum Verkauf angeboten
Text: MSN | Fotomontage: MSN/PN
Der Insolvenzverwalter Mirko Möllen hat die Viktoriagruppe AG (Foto) zum Verkauf frei gegeben. Es haben einige Firmen, wie die Slowakische Slavia Capital Group a.s., die tschechische FAU s.r.o. oder auch die Kraillinger
Gemeinde, ihre Angebote abgegeben.
  Tschechischer Premier Bohuslav Sobotka bittet in München um Hilfe
10.03.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Für einen 2-Tägigen Besuch brach der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (ČSSD) nach Bayern auf (Foto mit Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer). Der tschechische staatliche Rundfunk (Český rozhlas) meldet: Premier Sobotka kann im Streit um den Treibstoff keine staatliche hilfe seitens Bayern zu erwarten, über technische Hilfe für den reibungslosen Abtransport aber angefragt hat.
  Inspektion der Gleise auf dem Areal
03.03.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Doch bevor das gelagerte
Öl Richtung Tschechische Republik bewegt werden darf, müssen die vorhandene Gleise befahrbar sein und das sind sie zum heutigen Zeitpunkt keinesfalls. Am 03.03.2016 führte die Strabag AG eine umfangreiche Inspektion (Foto) auf dem Gelände der Viktoriagruppe AG durch. So wurde schnell klar, dass der Abtransport des gelagerten Treibstoffes niemals in der vorgesehener Zeit des Insolvenzverwalters zu schaffen ist.
  SSHR Chef Ing. Pavel Švagr (Interview)
Foto: Text: MSN | Foto: MSN/PN
Jede Gelegenheit, die sich bot, nahm der SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Materialreserven) Chef
Ing. Pavel Švagr (Foto) wahr, um , um nach Krailling zu fahren und nicht zuletzt zu manifestieren, dass der Treibstoff tschechisches Eigentum ist. In unserem Exklusiv-Interview betont Pavel Švagr, dass die Tschechische Republik auf jeden Fall bereit ist, nach der ausdrücklichen Eigentumsanerkennung alle finanziellen Forderungen seitens des Insolvenzverwalters zu erfüllen. Im gesetzten Fall sollte die Tschechische Republik nicht als Eigentümerin anerkannt werden. Denn er sieht nicht ein, warum die Tschechen für etwas zahlen sollten, was ihnen rein rechtlich nicht gehört.
Mehr in unserem TV Interview.
  Die Transportzüge sollten rollen
Text: MSN | Foto: MSN/PN
Insolvezverwalter Ra. Möllen gab den Weg frei, um das gelagerte Öl bis zum 30. April 2016 zurück in die Tschechische Republik abzutransportieren, mit der Begründung, man wolle das Lager weiter verwerten. Der Insolvenzverwalter hat die Tschechische Republik als Eigentümerin des Öls allerdings nicht anerkannt und behält sich einen gerichtlichen Weg vor. Die Frist bis zum 30. April erwies sich wegen der Schäden an den Gleisen innerhalb des Areals
als mehr als unrealistisch.
  Das große Fragezeichen
Text: MSN | Foto: MSN/PN
Scheinbar kann der Insolvenzverwalter nicht mit Sicherheit bestimmen, wem die 74 Mio. Liter Diesel in den Tanks des Viktoriagruppe AG-Areals (Foto) gehören. Die Tschechische Regierung beteuert: "Wir verfügen über Rechnungen, dass wir das Öl gekauft und nach Krailling transportiert haben..." Der Insolvenzverwalter erkennt die Tschechische Regierung jedoch nicht als Eigentümerin des Öls an. So bleibt das Öl unangetastet in den Tanks im bayerischen Krailling. In den tschechischen Zeitungen und sozialen Medien wurde ein Shitstorm gegen Deutschland los getreten.
  Weitere Gläubiger
Text: MSN | Foto: MSN/PN
Die Gemeinde Krailling (Foto) hat angeblich offene Forderungen an die Viktoriagruppe AG. Von tschechischer Seite hat die SSHR (tschechische staatliche Verwaltung der Rohstoffreserven) laut dem Insolvenzverwalter seit dem Insolvenz-Eröffnungsverfahren keine Miete für das gelagerte Öl bezahlt und sie zeigt sich weiterhin als nicht kooperativ. Die tschechische SSHR argumentiert: "wenn es uns nicht gehört, brauchen wir dafür auch nichts bezahlen..."
Die Gemeinde Krailling ist auch eine Partei aus der Liste der Gläubiger.
  Die Anzeige gegen Unbekannt (Interview)
22.02.2016 | Text: MSN | Foto: MSN/PN
Um das Verfahren aufrecht zu erhalten, hat die tschechische SSHR (Pavel Švagr) am 15. Dezember 2015 eine Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Münchner Staatsanwaltschaft erstattet. Diese ist momentan in Bearbeitung.
Die Staatsanwaltschaft gibt zu einem laufenden Verfahren keine Stellungnahme. Mediaservice Novotny ist es jedoch gelungen, ein exklusives Interview mit dem Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich (Foto) zu bekommen.
Mehr in unserem TV Interview.
  Die Beschwerde des tschechischen Premiers Bohuslav Sobotka bei Angela Merkel
Text: MSN | Foto: MSN/OO
Die Nicht-Anerkennung der tschechischen Forderung nach Herausgabe des Diesels an die Tschechische Republik erboste den amtierenden Premier Sobotka (Foto), sodass er sich bei einem Staatsbesuch der Kanzlerin beschwerte.
Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass der Fall Viktoriagruppe AG ein Fall für ein Insolvenzverfahren ist, womit die Bundesregierung nichts zu tun hat. Abgesehen davon würde sie sich auch nicht in die Arbeit der Justiz einmischen.
  Die Insolvenz
Text: MSN | Foto: MSN/PN
8. Dezember 2014 brachte der Viktoriagruppe AG das endgültige Aus. Die Münchner Insolvenzkanzlei Pluta GmbH (Foto) aus München eröffnete im Februar 2015 das Insolvenzverfahren beim Insolvenzgericht im Weilheim und lies die Öltanks versiegeln. Als Alleinherrscher übernahm der Insolvenzverwalter Ra. Mirko Möllen die Verantwortung für das weitere Schicksal des Tanklagers. Die Tschechische Republik als Eigentümerin des Öls erkennt der Insolvenzverwalter trotz Belege für den Kauf des Öls nicht an.
  Wieviel Öl fehlt tatsächlich im Tanklager bei Krailling?
Text: MSN | Foto: MSN/PN
Die Viktoriagruppe erhielt von SSHR die Erlaubnis, mit dem gelagerten Öl Handel zu betreiben, damit immer abgezapft und dazu gekauft wird. So bleibt der Diesel frisch. Bei einer Kontrolle im Juli 2014 fehlten in den Tanks 700.000 Liter, wofür die Viktoriagruppe AG 500.000 Tschechische Kronen Strafe zahlte. Zwei Monate später, im August 2014, laut SSHR fehlten im September 2014 5,5 Mio. Liter Diesel und im Dezember 2014 sollte durch die Messungen der Deutschen Zollbeamten gegenüber der Tschechischen Messungen eine Differenz von 6,3 Mio. Liter festgestellt, das geht aus einer veröffentlichten PM auf den SSHR Internetseiten vom 27.01.2016 hervor.
Pressematerial + Bild- und TV-Videomaterial
  Eine EU-Verpflichtung für den Ernstfall
Text: MSN | Foto: MSN/PN
Für eine Krisensituation ist die Tschechische Republik vertraglich verpflichtet, für 90 Tage Öl-Reserven zu lagern.
So wurden 74 Mio. Liter des tschechischen Öls aus Kapazitätsgründen nach Deutschland in die riesigen
unterirdischen Tanks (Foto) des Kraillinger Tanklagers der Viktoriagruppe AG ausgelagert. Diese Menge entspricht einem 2-Tagesbedarf der Tschechischen Republik.
  Ein Pressetermin zum kennen lernen
Text: MSN | Foto: MSN/DH
Im Kraillinger Rarthaus am 20. August 2009 fand ein Vorstellungstermin für die Presse statt. Das Tanklager Krailling ist von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an die tschechischen Firma Viktoriagruppe AG, verkauft worden: (v.l.n.r.) Vertreter der BIMA Hans-Peter Fehr und Hans-Jürgen Wichard mit Kraillinger Bürgermeisterin Christine Borst und Vertreter der Viktoria-Gruppe Petr Maly (Vorsitzender) und Christoph Hoenning (Vertreter).
  Viktoriagruppe AG aus dem Innenhof in das große Ölgeschäft bei Krailling
Text: MSN | Foto: MSN/PN
Seit der Gründung 2005 in Deutschland, residierte Viktoriagruppe AG mitten in München. Petr Malý wechselte in den Vorstand und Viktoriagruppe AG zog am 01.09. 2009 nach Krailling in das Tanklager Germeringerstr.1.
  Das Tanklager in der Würmtal-Gemeinde Krailling hatte früher ganz andere Herren gesehen
Text: MSN | Foto: MSN/PN
Von der Wehrmacht gebaut und gegen Luftangriffe als Schokoladenfabrik getarnt ging die gesamte Anlage nach dem Krieg unter die Verwaltung der Amerikaner. Später ging sie auf den Bund über, bis die Anlage schließlich privatisiert wurde. Die durch W.R.W. aus Kaiserslauten 2004 in München angemeldete Firma Viktoriagruppe AG kaufte im August 2009 das Gelände von der BIMA, zog aus München im September 2009 nach Krailling und lagerte im Tanklager seit November 2009 die Ölreserven der Tschechischen Republik. Florian Mohr (Betriebsleiter) wollte daraus ein Vorzeigelager machen. Das ist jedoch nicht ganz gelungen, denn die Viktoriagruppe AG meldete im Dezember 2014 Insolvenz an. 2016 wurde das Gelände an die Krailling Oils Development GmbH verkauft.